Ist die Kirche noch massentauglich?

Liebe Leserinnen und Leser,
ich möchte hier einmal die Frage in den Raum werfen, ob die Institution Kirche noch ein modernes Gebilde ist, die noch in diese Zeit, in diese Gesellschaft passt.
Glauben wir noch? Brauchen wir noch den kirchlichen Gedanken an Liebe, Vergebung und die Schuld, die uns vergeben wird?
Ich glaube ja. Jeder von uns, möchte ich mal behaupten, hat schon einmal gebetet oder zu etwas höherem gesprochen. Als Kind haben wir vielleicht darum gebetet, dass der Mathelehrer doch bitte morgen krank sein soll, damit die Klassenarbeit ausfällt. Oder dass unser Lottoschein dieses Mal gewinnt.
Wir haben um Trost gebetet für Menschen, die uns am Herzen liegen und in schwierigen Situationen sind.
Ich glaube, jeder von uns hat so etwas oder etwas Ähnliches in seinem Leben gemacht und erlebt.
Man hat mir mal gesagt: Du bist im Kirchenvorstand? Ich wusste gar nicht, dass Du gläubig bist. Bin ich gläubig? Auf eine gewisse Weise schon.
Ich glaube an die Grundsätze der Kirche, die Werte, die sie vermitteln will. Auch ich verstehe nicht jedes Gleichnis oder jeden Psalm, der sonntags gepredigt wird. Oder stimme auch nicht mit den alten kirchlichen Gesetzen und Ansichten überein. Vieles ist einfach nicht modern genug, damit es die Menschen heute verstehen können.
Also ist Kirche noch massentauglich oder stirbt sie langsam aus?
Kirche kann massentauglich sein, das erlebe ich ganz oft. Einiges, was in den Medien diskutiert wird, lässt uns daran zweifeln, aber mir geht es um unsere kleine Gemeinde hier vor Ort.
Die Kirche als Teil der Gemeinschaft, die einfach dazu gehört. Die Kirche im Ort, die Angebote, die Gottesdienste, Jugendarbeit, KiTa und so viel mehr.
Wir alle sind die Basis, an der Veränderungen entstehen können, an der Werte vermittelt werden. In der Familie, am Arbeitsplatz, in unserem alltäglichen Leben.
Und diese Werte sind in meinen Augen sehr wichtig. Jeder von uns möchte fair behandelt, geschätzt und gesehen werden. Möchte in Frieden leben, ohne Angst und Sorgen sein. Wir wünschen uns Gleichheit und Diversität. Und hier sind wir als Menschen gefragt. Eine Gemeinschaft zu sein, die diese Werte lebt. Das ist massentauglich.
Eine moderne Kirche kann hier unterstützen, Vorreiter sein. Wir müssen keine Angst haben, dass wir an eine bessere Welt glauben. Wenn wir glauben, Gottesdienste feiern und beten, sind wir nicht seltsam, eigenwillig, unmodern oder veraltet. Wir wollen verändern, die Welt etwas besser machen. Und das kann man doch niemanden vorwerfen! Sei ein Held, sei ein Christ!
Also ist Kirche noch massentauglich?
Ja. Davon bin ich überzeugt. Vielleicht nicht in der jetzigen Form. Aber was die Werte und das Miteinander betrifft, sind wir ganz weit vorne.
Lassen Sie uns zusammen eine moderne Kirche sein. Eine Kirche die im Ort, in der Gesellschaft verankert ist. Denn Menschen brauchen etwas, an das sie glauben können. Nur die Art und Weise hat sich verändert und darauf müssen wir reagieren, um noch modern und interessant für die Menschen zu sein.
Abschließend sei also zu sagen:
Christen sind nicht blauäugig und wissen was in der Welt geschieht. Sie wünschen sich ein besseres Miteinander für ihr Umfeld, ihre Gemeinschaft.
Sie beten und singen. Das ist nicht schlimm. Auch nicht seltsam. Die Werte, die sie leben, sind die Werte aller Menschen. Christen sind modern und leben im hier und jetzt. Sie sind dein Nachbar, dein Arbeitskollege, ein Familienangehöriger oder einfach nur ein Mensch der Dich beim Spaziergang grüßt.
Kirche ist massenkompatibel. Denn wenn wir ehrlich sind, trifft sie den Geschmack der Masse.
Björn Kerber,
für den Kirchenvorstand Hillentrup-Spork.
2026 feiern wir 125 + 1 Jahre Kirche Hillentrup

Bericht aus dem Kirchenvorstand
Liebe Gemeinde,
dies ist der letzte KV-Bericht im Jahr 2024. Ein Jahr mit vielen Ereignissen, viel Höhen und auch Tiefen.
Die Welt hat uns in Atem gehalten, hat sich immer weiter gedreht und hat uns alle ein ums andere Mal beschäftigt.
Ich möchte hier jetzt keine Weltpolitik kommentieren oder mich zu innerdeutschen Problemen äußern. Ich möchte über unsere kleine Welt, unsere Kirchengemeinde berichten.
Wie ich in meinem letzten Artikel geäußert habe, brauchen wir uns nicht zu verstecken. Wir sind Christen, engagieren uns in der Kirchengemeinde, singen, musizieren oder treffen uns im Namen Gottes. Das ist nicht mehr so populär wie noch vor 50 Jahren, aber nicht weniger wichtig in dieser Zeit.
Angefangen mit der Weihnachtsbaumsammlung, über das Osterfrühstück, hin zu den Konfirmationen und schließlich gipfelnd in dem Gemeindefest im Sommer. Überall hat sich gezeigt, die Menschen sind da und stehen zu ihrer Kirche. Besuchsdienst und Geburtstagskaffeetrinken, Männer im Gespräch, Nähkurs - überall haben die Menschen Spaß am Zusammensein unter dem Dach der Kirche.
Apropos Dach. Das Dach der Kirche in Hillentrup wird nun weiter saniert. Nach dem der Bauantrag genehmigt wurde und auch das Denkmalamt dem Vorhaben zugestimmt hat, kann es losgehen.
2025 feiern wir 125 Jahre Kirche Hillentrup, egal was komme, wir machen das. Wir alle.
Und auch die positiven Äußerungen ihrerseits und das Lob zeigen uns, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Hin zu einer Gemeinde, die den Menschen Spaß macht, ihnen eine Aufgabe gibt und sie auch spirituell begeistert. Auch wir als KV, manchmal etwas müde und gestresst, merken, dass neben den anstrengenden Aufgaben der Gemeindeleitung, der Spaß an der Sache sehr wichtig ist. Also entschuldigen Sie, wenn nicht immer gleich alles umgesetzt wird.
Nun ist bald Weihnachten. Es erwartet uns eine feierliche und manchmal auch magische Zeit, die wir nutzen sollten, um uns zu besinnen. Kräfte sammeln für neue Aufgaben, uns Ruhe gönnen für uns selbst und unsere Familien. Durchatmen. Und dann wird es eine schöne Weihnachtszeit voller Freude und schönen Ereignissen. Den ganzen Dezember durch wird es viele Veranstaltungen in unserer Kirchengemeinde und den Nachbargemeinden geben.
Abschließend ist zu sagen:
Unser Dank in diesem Jahr gilt allen Ehrenamtlichen, allen Hauptamtlichen, allen Freunden unserer Kirchengemeinde und auch allen denen, die mit ihren Gedanken bei uns sind.
Haben Sie eine schöne Weihnachtszeit und kommen Sie gut ins neue Jahr. Wir sehen uns sicher auf der einen oder anderen Veranstaltung.
Vielen Dank für ihren Einsatz und uns allen ein erfolgreiches Jahr 2025.
Björn Kerber
Unser Kirchenvorstand
An einem Strang ziehen
Dem neuen Kirchenvorstand gehören an:
vlnr.: Britta Schwederske, Björn Kerber, Ute Liedtke, Tina Beyer, Dietlind Quandt, Klaus Rauhaus, Georg Krüger. Pastorin Elisabeth Hollmann-Plaßmeier freut sich auf die Zusammenarbeit.
An einem Strang ziehen
Dieses Motto hat sich der neue Kirchenvorstand für die neue Amtsperiode gegeben. Gemeinsam handeln und Ziele verfolgen, mitarbeiten am Reich Gottes – diese Motive sollen die Arbeit des Kirchenvorstandes sein. Welches die individuellen sind, erfahren Sie in den Sätzen, mit denen sich die Mitglieder vorstellen.
Elisabeth Hollmann-Plaßmeier:
Ich arbeite gerne mit dem Kirchenvorstand für die Kirchengemeinde Hillentrup-Spork zu-sammen, um gemeinsam Ideen zu entwickeln und auszuprobieren, als Kirche für alle Menschen ansprechbar zu sein und sie zum Glauben einzuladen.
Björn Kerber:
Warum ich im Kirchenvorstand bin? Es ist nicht immer einfach, aber es lohnt sich!
Tina Beyer:
Ich bin im Kirchenvorstand, weil die Kirche mein Zuhause ist.
Ute Liedtke:
Ich bin im Kirchenvorstand, weil ich die Arbeit in der Kirchengemeinde sehr schätze und mir die Kirchengemeinde am Herzen liegt .
Klaus Rauhaus:
Ich engagiere mich im KV, weil ich überzeugt bin, dass die Kirche, trotz aller fundamentalen gesellschaftlichen Veränderungen und allen großen Herausforderungen unserer Zeit, ihren Platz und ihre Berechtigung hat. Und sie ist als soziale und kulturelle Einrichtung, gerade im ländlichen Raum, eine wichtige Säule unseres gesellschaftlichen Lebens. Dies gilt es weiter zu unterstützen und ich möchte die Kirche auf ihrem Weg in der veränderten Zeit begleiten und hoffentlich schaffen den Menschen einen erfüllenden Ort bieten zu können.
Dietlind Quandt:
Ich bin im Kirchenvorstand, weil ich mich gerne aktiv in die Arbeit der Kirchengemeinde einbringen möchte. Verwaltungs- und Trägeraufgaben sind durch den Kirchenvorstand zu bearbeiten, um ein vielfältiges und lebendiges Gemeindeleben inkl. der Kindertagesstätte „Vogelnest“ gestalten zu können. Mir ist es wichtig, dass die Arbeit in der Kirchengemeinde sich aktuellen Veränderungen anpasst, dass Neues in den Blick genommen wird; gleichzeitig aber auch geschaut wird, was gut läuft und weitergeführt wird. Dabei ist mir wichtig, dass der Glaube im Mittelpunkt steht.
Britta Schwederske:
Ich bin im Kirchenvorstand, weil ich mich gerne aktiv für eine tolle Gemeinschaft für Jung und Alt in der Kirchengemeinde einbringen und die junge Kirchengemeinde Hillentrup-Spork unterstützen möchte.
Georg Krüger
Ich bin beim KV, weil man mich vor zwei Jahren gefragt hat, ob ich mir zutraue, die Kirchengemeinde zu unterstützen! Und wir sind ein gutes Team, das auch versucht einiges zu verwirklichen!
